Vereinschronik
Zurzeit arbeiten die Gartenfreunde Engmann (Garten 71) und Werner (Garten 17) an der Erstellung unserer Vereinschronik. Leider liegt uns aus den Gründungsjahren kein Bildmaterial vor. Deshalb wäre es sehr hilfreich, wenn vor allem die älteren Pächter ihre Fotoalben nach Vereinsfotos durchsuchen. Solltet ihr fündig werden, sendet diese bitte an folgende E-Mail: michael.werner@kgv-gute-hoffnung.de
Natürlich könnt ihr sie auch in den oben genannten Gärten abgeben. Im Voraus sagen herzlichen Dank für eure Hilfe die Gartenfreunde G. Engmann & M. Werner
Kleingärtnerverein "Gute Hoffnung" e.V.
gegr. 1917
Die Entwicklung von 1917 - 1930
Auf Veranlassung der Eisenbahnergenossenschaft Dresden wurde in der Stadt Gelände zur Errichtung von Kleingärten gepachtet. Das Grundstück an der Tonberg- bzw. Gottfried-Keller-Straße wurde vom Ehrlichschem Gestift umzäunt und in Gärten in einer Größe von 120 bis 200 qm aufgeteilt. Die 99 Gärten wurden am 1. März 1918 an die Pächter übergeben und Werksleiter Fichtner als Verwalter eingesetzt.
Die Ernährung der Bevölkerung war bedingt durch den 1. Weltkrieg in dieser Zeit schwierig und die Hoffnung war groß, dies durch den Gartenbau zu lindern. Das gelang nur teilweise, da die Bodenverhältnisse durch die Tonerde in diesem Gebiet ungünstig waren. Die komplette Erschließung dauerte ca. 4 Jahre. Auch der Laubenbau bereitete enorme Schwierigkeiten, da es an Bauholz fehlte. Verwendet wurde Altholz von Eisenbahnwaggons.
1924 wurde ein Wirtschaftsunternehmen gegründet. Als Vorsitzender wurde der Gartenfreund Emil Schneider gewählt. Eine wichtige Aufgabe bestand jetzt darin, ein Vereinsheim zu bauen, damit die Versammlungen nicht mehr unter freiem Himmel abgehalten werden mussten. Zur Finanzierung wurde ein Darlehen aufgenommen. Nach Bauabschluss wurde ein Garten- und Kinderfest realisiert. Im neu erbauten Vereinsheim wurden nun regelmäßig Tanzabende, Skatturniere sowie Kinderfeste mit sehr guter Beteiligung durchgeführt.
Die Entwicklung von 1931 - 1945
Unter der Leitung des Vorstandes fanden zu Beginn der 1930er Jahre verschiedene Veranstaltungen statt, die wie die Fotos zeigen, stark besucht waren. Zu nennen wären die Sommer- und Kinderfeste sowie das Vogelschießen, die Bockbierfeste und die Weihnachtsfeiern.
- Im April 1934 trat der Gartenverein dem Reichsbund der Kleingärtner der Landesgruppe Sachsen bei.
- 1935 kündigte die Eisenbahnergenossenschaft den Pachtvertrag, so dass der Gartenverein selbst Pächter des Geländes wurde, welches dem Ehrlichschem Stift und der Heilandskirche gehörte. Gleichzeitig erhielt unser Gartenverein den Namen „Flügelrad“ e.V. Am 17. Juli desselben Jahres wurde unser Gartenverein als Verein unter der Nr. 1748 beim Amtsgericht Dresden gerichtlich eingetragen.
- Im Sommer 1937 hinerließ ein Hagelschlag enorme Schäden an den Lauben und vernichtete einen großen Teil der bevorstehenden Ernte. Das 20-jährige Bestehen der Gartensparte wurde unter großer Beteiligung mit Bierzelt, Tombola und musikalischen Einlagen gefeiert.
- Durch den Beginn des 2. Weltkrieges 1939 fiel das Erntefest in diesem Jahr aus. Mit viel Aufwand konnte für unsere Kinder eine Weihnachtsfeier organisiert und durchgeführt werden.
- Beim Bombenangriff am 16. Februar 1945 wurden viele Lauben, Bäume und Sträucher Opfer der Flammen bzw. stark beschädigt. Auch das Vereinsheim brannte und musste aufgrund des fehlenden Wassers mit Schnee gelöscht werden.
- Nach Beendigung des Krieges wurde am 11. August 1945 im Gemeindesaal der Heilandskirche die 1. Jahreshauptversammlung unter Beteiligung von 100 Gartenfreunden durchgeführt.
Fortsetzung folgt!